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Verfasst von

Alexandra Vorburger-Frei

Zement, Kies und Beton reisen nicht

Jan Jenisch ist seit 2017 CEO bei LafargeHolcim, dem grössten Zementhersteller der Welt. Kaum ein CEO hat nach Amtsantritt einen Grosskonzern so umgepflügt wie er. Er ersetzte fast die komplette Konzernleitung und gab den Länderchefs mehr Verantwortung. Jenisch setzt auf schlanke Strukturen und eine flache Hierarchie, nicht weniger als 17 Kaderleute rapportieren direkt an ihn. Zudem leitet er selbst fünf Regionen plus China sowie sämtliche Stabsfunktionen. Dadurch kann er das Unternehmen straffer und effizienter führen. «Ich führe die Firma nicht von der Zentrale aus. Ich bin vor Ort an unseren Standorten und Märkten», so Jan Jenisch, der zwei Drittel seiner Zeit auf Reisen ist.

Jenisch möchte alles vor Ort herstellen lassen, ausser den beiden kapitalintensivsten Produktgruppen, und setzt sich entsprechend für Produktion und Verkauf in den einzelnen Ländern ein, um näher am Kunden zu sein.

Jenisch wird eine rasche Auffassungsgabe attestiert, er gilt als starker Analytiker, pragmatisch, kundenorientiert und nahe bei den Leuten. Entscheidungen trifft er schnell, auf Fakten basierend und verbindlich. Vor allem aber vertraut er denen, die er um sich geschart hat, delegiert viel und mischt sich nicht in Details ein.

Lafarge Holcim konnte im dritten Quartal dieses Jahres den Umsatz stärker steigern als erwartet. Grund dafür sind steigende Preise, Effizienzverbesserungen und eine stabile Nachfrage. Auch für das restliche Jahr ist Jenisch deshalb zuversichtlich.

Am 26. Rheintaler Wirtschafsforum wird der Chef von über 75 000 Mitarbeitern aufzeigen, warum Energie ein wichtiger Innovations- und Wohlstandstreiber für die Gesellschaft ist.

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