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Verfasst von

Julia Frischknecht

Neue Pluralisierung verändert uns alle

Am diesjährigen 26. Rheintaler Wirtschaftsforum wird die österreichische Philosophin und Publizistin Isolde Charim ihre Gedanken zum Thema «Probleme lösen – Wohlstand schaffen» aufzeigen.

Isolde Charim wurde in Wien geboren und studierte Philosophie in Wien und Berlin. Später arbeitete die freie Publizistin in Wien und Berlin als ständige Kolumnistin für die taz, die Wiener Zeitung und den Falter. Sie arbeitet nach wie vor als Kolumnistin des Falters und der taz. Seit 2007 ist sie wissenschaftliche Kuratorin am Bruno Kreisky Forum. Das Bruno Kreisky Forum ist «ein europäischer Ort des Denkens» in Wien, an den regelmässig anerkannte Politiker, Meinungsbildner sowie Vertreter aus Wirtschaft und Wissenschaft eingeladen werden, ihre Ideen und Meinungen auszutauschen. Das Forum verfolgt den Zweck, komplexe Fragen und Probleme zu analysieren, globale Lösungsansätze vorzuschlagen und öffentlich Stellung zu politischen Ereignissen zu beziehen.

Jüngst äusserte sich Isolde Charim in der NZZ zum Thema «Wutgesellschaft» und der Pluralisierung der europäischen Bevölkerung. Im Interview geht Charim auf die weitverbreitete politische Verunsicherung und den damit einhergehenden Bedeutungszuwachs von populistischen Parteien ein. Demzufolge erleben wir eine Entwicklung in der die eine Hälfte der Gesellschaft die Globalisierung befürwortet und von ihr profitiert, während die andere Hälfte sich von den Veränderungen in Wirtschaft, Lebenswelt und Technologie überfordert und von den eigenen Eliten im Stich gelassen fühlt –diese begrüssen den Brexit, damit ihre Welt wieder Grenzen erhält und überschaubarer und sicherer wird. Die Philosophin und Publizistin sieht als einer der Gründe für diese Spaltung die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft in Zeiten der Globalisierung. In ihrem 2018 erschienenen Buch, «Ich und die Anderen – wie die neue Pluralisierung uns alle verändert», erklärt sie, wie sich durch die zunehmende Individualisierung der Gesellschaft klassische kollektive Identitätskonzepte in ihrer klassischen Form erodieren und neu formieren, wie zum Beispiel Religion, Klasse, Kultur oder Nationen.

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