Den Wandel gestalten – Bedingungen für erfolgreiche Veränderung in Unternehmen

„Allen traditionellen Führungsdefinitionen ist gemeinsam, dass eine Führungskraft das Verhalten des oder der Geführten zielbezogen beeinflusst. Führung versucht, unwahrscheinliches Verhalten von Mitarbeitern wahrscheinlicher zu machen.

Wenn Sie etwas ändern wollen und den systemischen Ansatz aufgreifen (etwa, Sie zukunftsfähiger werden wollen oder der Erfolg ausbleibt oder nicht Ihren Erwartungen entspricht), dann sollten Sie zunächst auf den institutionellen Rahmen schauen, die Strukturen, Prozesse, Führungsinstrumente. Und vergessen Sie nicht, den Spiegel zu drehen und sich selbst anzuschauen: Leben Sie selbst den Wandel, den Sie wollen? Sind Sie selbst zukunftsfähig? Das ist gelebte Kontextsensibilität: Eine erfolgreiche Intervention wird vorrangig geschichtliche entstandene Institutionen, mentale Kollektivprogramme und die Qualität der Führung in den Blick nehmen. „

Diese Frage sollten Sie stellen:

  • Welche Institutionen behindern das Angestrebte?
  • Welche organisatorischen Engpässe machen den Erfolg unwahrscheinlich?
  • Welche Führungsstrukturen stehen im Widerspruch zum Wandel?

Erst wenn Sie dort aufgeräumt haben, erst wenn Sie systemische Blockaden zur Seite geschafft haben, wenn Sie also die „Bedingungen der Möglichkeit“ der Zukunftsfähigkeit verbessert haben, dann können Sie auch das Individuum anschauen. Denn natürlich gibt es Fehlbesetzungen, natürlich gibt es Unfähigkeit, natürlich gibt es Versagen. Aber mehr noch gibt es strukturelle Fehlentscheidungen. Kluge Menschen haben in dummen Organisationen keine Chance.

Wie also kann der Wandel gelingen? Indem Sie die Individualisierung struktureller Schieflagen vermeiden. Indem Sie an die Wurzel gehen. Indem Sie sich auf die Kernaufgaben der Führung konzentrieren. Indem Sie beides anschauen: Führungskräfte und strukturelle Führung.

Erfahren Sie mehr von Reinhard K. Sprenger, der am 23. Rheintaler Wirtschaftsforum vom 27.01.2017 referiert, und melden Sie sich noch heute hier an.

Einen weiteren lesenswerten Artikel von Reinhard K. Sprenger aus der NZZ vom 18.11.2016 können Sie hier nachlesen.